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Biennale Venedig: "Nomadland" gewinnt Goldenen Löwen

Am Samstagabend sind in Venedig die 77. Internationalen Filmfestspiele zu Ende gegangen. Mit dem Goldenen Löwen für den besten Film wurde am Lido das US-Drama "Nomadland" von Chloé Zhao ausgezeichnet. Die in Peking geborene Regisseurin erzählt in ihrem Film von einer Frau (gespielt von Frances McDormand), die ein Leben außerhalb der Gesellschaft sucht, nachdem sie zuvor all ihr Hab und Gut verloren hat.

Als beste Schauspieler wurden Pierfrancesco Favino ("Padrenostro") sowie Vanessa Kirby ("Pieces of a Woman") geehrt. Die Auszeichnung als bester Regisseur ging an Kiyoshi Kurosawa ("Wife of a Spy"), der Große Preis der Jury an den Film "New Order" von Michel Franco. In der Reihe "Horizonte" wurde "The Wasteland" von Ahmad Bahrami prämiert.

Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig fanden in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen statt: Aufgrund der Coronakrise galt auf dem gesamten Festivalgelände sowie in den Kinosälen eine Maskenpflicht, in den Filmtheatern musste jeder zweite Platz freigelassen werden. Dennoch hatte sich einiges an Prominenz in der Lagunenstadt eingefunden, darunter Cate Blanchett als Jury-Präsidentin sowie Tilda Swinton, die bereits zu Beginn des Festivals mit dem Ehrenlöwen für ihre Verdienste um das Kino ausgezeichnet worden war. Teil der Biennale-Jury war auch der deutsche Regisseur Christian Petzold.